velo-Club '81 e.V.
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Die Farben des velo-Club
Die Farben des velo-Club

Vereinschronik

 

Am 08.11.81 gründeten 36 Radsportfreunde den velo-Club Neuwied. Der Kern  der Gründungsmitglieder stammte, aus dem einige Zeit später aufgelösten, RSC City Neuwied.

Der “Zweck“ des Vereins wurde wie folgt formuliert: “... gegründet zur Förderung des Sportes und der sportlichen Jugendhilfe“ In den Folgejahren konnte das Management unter dem Vorsitz, des ersten Vorsitzenden Rainer Zander und dem Nachwuchstrainer Hans-Jürgen Pries, beeindruckende Erfolge erzielen.

Neben zahlreichen Rheinland-Pfalz Meistertiteln, wurde Adrian Wallaschek deutscher Jugendmeister auf der Straße und Jörg Müller konnte deutsche Rekorde auf der Bahn aufstellen. Zweifelsohne jedoch, war der Gewinn der deutschen Jugend - Meisterschaft im Vierer Mannschaftszeitfahren, in der Besetzung: Jörg Müller, Adrian Wallaschek, Kai Bösche- meyer und Axel Rust der Höhepunkt der erfolgreichen Jugendarbeit. Als die Jugendlichen dem Nachwuchsalter entwuchsen und der Radsport Mitte der 80er Jahre zugleich an Popularität verlor und somit immer weniger Jugendliche zum Radsport fanden, wuchs dafür die Anzahl der Amateure deutlich. Bestand die Amateurtruppe zu Beginn lediglich aus einer handvoll C-Fahrern, so wuchs spätestens, mit dem Eintritt des damaligen Nationalfahrers, Hans Werner Theisen aus Andernach, der Ehrgeiz im Team. Nach und nach stiegen mehr Fahrer in die höchste deutsche Amateurklasse auf, bis sich Mitte der achtziger Jahre das erste Amateur Rennteam im velo-Club formierte. Hans Werner Theisens Sieg beim legendären Radklassiker “Rund um Frankfurt“ 1985 war dann die Initialzündung für die nun folgende Entwicklung, die dem rapiden Aufstieg, den man zuvor bereits in der Nachwuchsarbeit verzeichnete, glich. In Heinz Köllner wurde ein erfahrener sportlicher Leiter gefunden, der in den Folgejahren eine Mannschaft bildete, die ganz vorn in der Radbundesliga mit den ganz großen der Branche (PSV Köln heute Team Cologne, RSG Nürnberg heute Team Nürnberger, RSV Öschelbronn heute Team Gerolsteiner, ...) mithielt. Die größten Erfolge waren Siege bei den Bundesliga Rennen in Wiesbaden 1989 (Axel Rust), in Mannheim 1988 (Rolf Glasner), der Oberösterreich Rundfahrt (Hans Werner Theisen) und zahlreiche Landesverbands Meistertitel. In der Gesamtwertung der Radbundesliga konnten nacheinander die Plätze vier und fünf belegt werden. Eine großartige Plazierung für ein Team, welches nie die finanziellen Mittel der ganz “Großen“ hatte, dies aber durch viel Moral und Kampfgeist ausglich. Jahrelang bestand der Kern der Auswahlmannschaft Rheinland Pfalz bei der Rheinland- Pfalz Rundfahrt aus Fahrern des velo-Clubs. Hier mußten sich die Neuwieder gegen damalige Größen wie Olaf Ludwig, Dschamolidin Abduschaparow, Rolf Sörensen, Hartmund Bölts oder Bernd Gröne behaupten. Zeitgleich machte sich der velo-Club auch einen Namen als Veranstalter von sport- lichen Großveranstaltungen.

Auch hier war es wieder der unermüdliche Hans Jürgen Pries, der mittlerweile als Manager fungierte und aus den unvergessenen Rundstreckenrennen in Höhr-Grenzhausen, bei denen Tausende von Zuschauern in Viererreihen dichtgedrängt den Straßenrand säumten, 1987 ein Wertungsrennen um das Grüne Band entstehen ließ. Der Höhepunkt jedoch, war die Austragung der deutschen Meisterschaft der Radamateure 1988, in der sich Bernd Gröne vor Dariusz Kaiser und Mike Kluge durchsetzten konnte.

Aber auch im Breitensportbereich machte sich der velo-Club Neuwied überregional einen Namen. So war es der Neuwieder Verein, der das heutige “WIEDer ins Tal“ ins Leben ruf und den Nürnburgring zum autofreien Tag machte. Unter dem Namen “Rad am Ring“ reisten in den Folgejahren jährlich tausende von Radsportfreunden aus ganz Europa in die Eifel, um auf gleicher Strecke, auf der Rudi Altig Rad Weltmeister wurde, ihre Runden zu drehen. Hinter dem gesamten Erfolg stand letztendlich der unermüdliche “Macher“ Hans Jürgen Pries.

So war es denn auch nicht verwunderlich, daß nach dessen Rücktritt 1992 Im Verein eine Lücke gerissen wurde, die in den Folgejahren nie geschlossen werden konnte.

Erst 1999 fand sich, mit Rudolf Thum und Frank Flügel ein Vorstandsgespann  zusammen, welches sich zum Ziel setzte, den Weg weiterzugehen den man im velo-Club vor Jahren so erfolgreich beschritt.

Innerhalb der letzten zwei Jahre fanden sich wieder zahlreiche Jugendliche, die mit dem Radsport begannen. Auch ein Amateurrennteam konnte zusammengestellt werden. Die Anzahl der Mitglieder konnte um fast 50% auf aktuell 125 gesteigert werden. Auch in Bezug auf Veranstaltungen gelang es, mit dem “Deichstadt Cup“ ein bundesoffenes Radrennen inmitten der Neuwieder Innenstadt zu etablieren.

Besondere Unterstützung findet der velo-Club hierbei bei der Sparkasse als Haupt-sponsor und der Stadt Neuwied, ein Zeichen, daß der velo-Club wieder im Blickpunkt der Öffentlichkeit steht.

 

Frank Flügel